„Frau Marbach“, ruft mein Chef durch die geöffnete Tür. Manchmal auch „Claudia“, wenn er sich ganz besonders pfiffig fand. Die gewünschte Reaktion war, dass ich meine Arbeit sofort unterbreche und sofort in sein Büro gehe, um eine Anweisung entgegenzunehmen. Mehrmals am Tag. So oft, wie er keine Lust hatte, zum Hörer zu greifen, sich selbst zu bewegen oder seine Wünsche zu bündeln. Ich fand das damals schon respektlos. Und tue das heute immer noch.

Moderne Chefassistenz erfordert, dass Sie mit Ihrem Chef auf Augenhöhe kommunizieren. Heute wüsste ich, wie ich mich verhalten würde.  


Wortkarg und wenig hilfreich
„Frau Huber ist nicht da“,
sagt Frau Hubers Kollegin, die ich eigentlich erreichen wollte. Hm. Auf ein weiteres Angebot warte ich vergeblich und entscheide mich dafür, meine Ansprechpartnerin später noch einmal anzurufen.

Verwirrung am Telefon
„Schmittke“,
meldet sich die Angerufene. „Hier ist Claudia Marbach, hallo, Frau Schmittke,“, sage ich, „ich habe noch eine Frage zum Seminar nächste Woche“. „Sie meinen bestimmt die andere Frau Schmittke“, erwidert sie. „Äh, ja, wahrscheinlich“, antworte ich. „Wir heißen gleich und werden immer wieder verwechselt“, sagt die „falsche“ Frau Schmittke. Ich schüttele mit dem Kopf. Das sieht sie ja nicht.

Überraschende Frage
„Haben Sie uns gut gefunden?“,
fragt mich meine Ansprechpartnerin bei der Begrüßung. „Ja, ich war ja letztes Jahr schon mal hier“, antworte ich und wundere mich über diese Frage.

Wenig hilfreich
„Ich bin vom 25. bis 29. Januar nicht im Büro. Ihre Nachricht wird nicht weiter
geleitet.“ Das steht in der Abwesenheits-E-Mail. Tja, da gucke ich blöd.

Negative Kommunikation
„Ich bin im Augenblick nicht am Platz“,
tönt es aus der Mailbox. Aber wann die Person ungefähr wieder da ist, verrät sie nicht. Lohnt es sich für mich, eine Nachricht zu hinterlassen oder hört sie die Mailbox eh erst in einer Woche ab? 


„Für das leibliche Wohl ist gesorgt“ - wie Sie diese Floskel in Einladungen vermeiden

Wenn Sie damit beauftragt wurden, die Einladungen für die diesjährige Weihnachtsfeier zu schreiben, kommen Sie nicht daran vorbei, etwas zum Catering zu sagen – so heißt das auf Neudeutsch, wenn Sie Essen und Getränke anbieten.

Und sind Sie auch schon über „Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt“ gestolpert? Haben Sie es gar geschrieben? Diese Formulierung scheint in Einladungen so unumgänglich zu sein, wie das Amen in der Kirche. Dabei drücken Sie damit recht wenig aus; außer dass Ihre Kollegen nicht verhungern werden, vorausgesetzt sie sind bei der Nahrungsaufnahme nicht wählerisch. Vegetarier, Veganer und Menschen mit Nahrungsunverträglichkeiten essen bei solchen Aussagen in Einladungen sicherheitshalber zu Hause. 


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Moderne Korrespondenz - ist das, was Sie mal gelernt haben falsch?

In den letzten Tagen habe ich Diskussionen im Internet/auf Facebook verfolgt, in denen es darum geht, was man in E-Mails und Briefen schreiben DARF und was nicht. Es werden Vorgaben gemacht für „richtige Anreden“ und Ein- und Ausstiegsätze, die man nicht verwenden DARF.

Ich werde in meinem Korrespondenzseminar oft gefragt „Dann ist das falsch, was ich bisher immer geschrieben habe?“


K
orrespondenztraining mit Claudia Marbach 

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