Neulich im Webinar – ich frage die Assistentin: „Welches Thema interessiert Sie besonders?“

Sie antwortet: „Vielleicht, wie ich es vermeide so oft Ähm zu sagen."

Ich verstehe natürlich, was sie meint; das hat sie ja gesagt. Doch besonders klar wirkt die Antwort nicht.

In Gehaltsverhandlungen sind Selbstbewusstsein und Klarheit gefragt.

Stellen wir uns ein Gehaltsgespräch vor. Der Chef fragt „An wieviel haben Sie denn gedacht?“. Und die Assistentin antwortet „Vielleicht so 250 Euro, oder so.“

Meine Meinung: Mit diesem Beispiel wird klar, weshalb „vielleicht“ und „oder so“ keine guten Wörter sind, wenn Sie überzeugend und auf den Punkt formulieren möchten. Warum ist es so schwierig zu sagen „Ich möchte 250 Euro mehr haben.“ Eine Frau, ein Wort. „Eigentlich“ nicht so schwierig.

Kommunikationskompetenz können Sie üben und lernen

In meinen KISS-Onlinetrainings, die jeweils drei Stunden dauern, sind die Teilnehmerinnen häufig überrascht, dass wir oftmals Durchsetzungskraft und Kommunikationskompetenz in der Schule nicht erlangen konnten. Darauf hat damals niemand Wert gelegt. Schillers Räuber und der Satz des Pythagoras waren wichtiger.

Und heute, Jahrzehnte später, sieht es so aus, dass wir uns schwertun, Wünsche auf den Punkt zu bringen und klar zu sagen, was wir möchten. Stattdessen verlieren wir uns in unsicheren, schwammigen Aussagen und tappen regelmäßig in die Rechtfertigungsfalle.

Wer sich Gehör und Respekt verschaffen möchte, MUSS klar kommunizieren

Eine Teilnehmerin sagt mir im Webinar, dass sie schnell weine und befürchte, dass sie deshalb nicht respektiert werde. Ich sage, dass ich es nicht schlimm finde, wenn man nah am Wasser gebaut ist und seine Gefühle zeigt. Wichtig hingegen finde ich, dass sie ihre Lieblingsfüllwörter wie „vielleicht, quasi und genau“ reduziert. Damit wirkt sie schwach.

Ein Mann, ein Wort. Eine Frau, ein Wörterbuch

Diesen Spruch haben Sie bestimmt auch schon gehört. Man sagt uns Frauen nach, dass wir mehr reden als Männer. Das ist auch gut so. Ich möchte mit vielen einsilbigen Männern nicht tauschen und mit denen auch keinen Abend verbringen. Doch in bestimmten Situationen sind klare, kurze Sätze die richtige Entscheidung. Ohne Erklärung, ohne Rechtfertigung. Einfach nur: Subjekt, Prädikat, Objekt.

Ein weiteres Beispiel aus dem Webinar

„Ich habe eine Frage“, sagt die Assistentin.

„Klar, gerne,“ antworte ich.

„Also, als ich gestern ins Büro kam …“

Ich ahne es. Da kommt keine Frage. Es folgt eine Geschichte. Am Ende der Geschichte sage ich „Was ist Ihre Frage?“

Solche und ähnliche Situationen erlebe ich immer wieder. Die Geschichten sind häufig amüsant und interessant. Und ich bin interessiert. Ich höre gerne zu.

Kommunizieren Sie empfängerorientiert!

Tendieren Sie selbst zu einer ähnlichen Kommunikation, strapazieren Sie vielleicht das Nervenkostüm Ihres Chefs. Denn der ist an Ihrer Geschichte vermeintlich nicht so interessiert wie ich. Der will Fakten. Klar und auf den Punkt gebracht.

Mein Tipp: Sie stellen fest, dass man Sie hin und wieder unterbricht? Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass Sie die Satzkonstruktion „Subjekt, Prädikat, Objekt“ häufiger anwenden und weniger Erklärungen abgeben sollten. Manchmal ist alles sehr schnell erzählt, wenn Sie sich fokussieren. Manchmal ist weniger dann doch mehr.

In meinem dreistündigen Online-Training „KISS … Keep it short and simple – für Ihre gelungene Kommunikation“ zeige ich Ihnen unter anderem, wie Sie die häufigsten Füllwörter und nervigsten Phrasen vermeiden, lästiges Ähm vermeiden und nicht immer wieder in die Rechtfertigungsfalle tappen. Machen Sie mit!

Das Webinar ist interaktiv und garantiert spannend und kurzweilig. Lernen Sie, sich mit wenigen Tricks Gehör und Respekt zu verschaffen.

Das sind die nächsten Termine:

  • 21. Juli 2021
  • 17. September 2021
  • 5. November 2021

jeweils von 9 bis 12 Uhr

Alle Details zu diesem Online-Training lesen Sie hier: https://www.claudia-marbach.de/webinare/kiss-keep-it-short-and-simple-fuer-ihre-gelungene-kommunikation.html

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Aktueller Blogeintrag

So geht Chefentlastung heute

Wenn ich heute an „früher“ denke, muss ich schmunzeln. Aus heutiger Sicht habe ich echt lustige Sachen gemacht.

Tageskopien – weiß noch jemand, was das ist? Von jedem erstellten Brief habe ich zwei Kopien gemacht, bevor er verschickt wurde. Eine Kopie für die Ablage, zum Thema oder Projekt gehörig. Eine Kopie für den Tageskopie-Ordner. Ja, ich fand das damals schon minder schlau. Mein Chef wollte das so. Seine letzte Assistentin hatte das auch so für ihn organisiert. Und ich habe das brav so weitergemacht.

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