6 Tipps für Ihre souveräne Zusammenarbeit und Kommunikation auf Augenhöhe
Als Assistenz sind Sie die zentrale Schnittstelle zwischen Führungskraft, Team und externen Kontakten. Ihre Kommunikation mit dem Chef prägt nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch Ihre eigene Wirkung im Unternehmen. Gerade weil Sie organisieren, koordinieren und priorisieren, ist es entscheidend, dass Sie Ihre Anliegen klar, respektvoll und selbstbewusst formulieren. Kommunikation auf Augenhöhe bedeutet: Sie sind Partnerin im Arbeitsprozess – nicht bloß „Zuarbeiterin“.
1. Haltung zeigen: Professionalität und Selbstbewusstsein
| Ihre Rolle anerkennen Als Assistenz sind Sie Expertin für Organisation und Kommunikation. Machen Sie sich bewusst, dass Ihr Wissen und Ihre Einschätzungen wertvoll sind. |
| Respekt statt Unterordnung Ihr Chef trägt die Führungsverantwortung, Sie die operative Expertise. Beides ist gleich wichtig. |
| Körpersprache bewusst einsetzen Gerade in Meetings oder kurzen Tür-und-Angel-Situationen signalisiert eine offene Haltung Sicherheit und Klarheit. Unterschätzen Sie die Wirkung Ihrer Körpersprache nicht und arbeiten Sie daran. |
2. Klar und präzise formulieren
| Auf den Punkt kommen Führungskräfte haben erfahrungsgemäß wenig Zeit. Formulieren Sie Ihre Botschaften kurz und strukturiert, statt umständlich und langatmig. |
| Ich-Botschaften nutzen „Ich empfehle…“ oder „Ich habe vorbereitet…“ zeigen Eigeninitiative und Verantwortung. |
| Lösungsorientiert sprechen Probleme nicht nur benennen, sondern gleich einen Vorschlag mitliefern. |
3. Vorbereitung macht den Unterschied
| Agenda im Kopf haben Überlegen Sie vor jedem Gespräch, was Sie erreichen wollen – Information, Entscheidung, Zustimmung. |
| Fakten parat haben Zahlen, Termine, Hintergründe griffbereit zu haben, stärkt Ihre Glaubwürdigkeit. |
| Fakten parat haben Zahlen, Termine, Hintergründe griffbereit zu haben, stärkt Ihre Glaubwürdigkeit. |
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Mein Tipp: Wenn Sie sich bei Ihrem nächsten Gespräch mit Ihrem Chef dabei ertappen, wie Sie auf eine seiner Fragen mit „Äh, da schaue ich lieber noch einmal nach“ antworten müssen, waren Sie nicht gut genug vorbereitet. Ändern Sie das. |
4. Zuhören und Fragen stellen
| Aktives Zuhören Wiederholen Sie Kernaussagen („Wenn ich Sie richtig verstanden habe…“). Das zeigt Aufmerksamkeit und verhindert Missverständnisse. |
| Nachfragen statt nachbessern Klärung sofort – fragen Sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. |
| Feedback einholen „Wie möchten Sie, dass ich das weitergebe?“ – so stellen Sie sicher, dass Sie im Sinne Ihres Chefs handeln. |
5. Mit Kritik professionell umgehen
- Nach konkreten Erwartungen fragen.
- „Was wünschen Sie sich beim nächsten Mal?“ – so wird Kritik zur Orientierung.
- Dank zeigen: Ein kurzes „Danke für das Feedback“ signalisiert Souveränität – auch wenn es schwerfällt.
6. Praktische Alltagstipps für Assistenzen
- Regelmäßige Updates geben: Kurze Statusberichte halten Ihren Chef informiert und vermeiden Überraschungen.
- Verbindlichkeit schaffen: Vereinbarungen schriftlich festhalten – das erleichtert Nachverfolgung.
- Empathie zeigen: Auch Chefs stehen unter Druck. Verständnis für ihre Situation stärkt die Zusammenarbeit.
Mein Fazit: Ihre Stimme zählt
Als Assistenz sind Sie mehr als „rechte Hand“ – Sie sind Kommunikationsprofi und Organisationsdrehscheibe. Mit klarer Sprache, guter Vorbereitung und respektvollem Auftreten schaffen Sie eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. So werden Sie zur verlässlichen Partnerin oder zum verlässlichen Partner, die/der nicht nur Aufgaben erledigt, sondern aktiv zum Erfolg beiträgt.
Ihr Chef braucht Sie – und Ihre Stimme zählt. Nutzen Sie sie souverän, klar und respektvoll.
Mein zweitägiges Training „Chefassistenz auf Augenhöhe“ unterstützt Sie dabei, Ihre Rolle als Assistenz auf Augenhöhe mit Ihrem Chef zu meistern und Ihre Kommunikation nachhaltig zu stärken.
