Mich berühren viele E-Mails, die ich erhalte, negativ. Die meisten Standardschreiben verärgern mich sogar.

Darunter fällt auch die Standardantwort einer der bekanntesten Gepäckhersteller weltweit auf meinen Hinweis hin, dass die gekaufte Kulturtasche für mich völlig unbrauchbar sei, da man darin nichts sortieren könne.


Guten Tag,

vielen Dank das Sie mit unserem Gepäck reisen.
Gerne hätten wir Ihre Reklamation so schnell wie möglich bearbeitet, jedoch fehlen uns hierzu noch die folgenden Informationen:

  • die Artikelnummer (mindestens 9-stellig) von dem Produkt (nicht von dem gewünschten Ersatzteil). Die kompletten Daten des Artikels finden Sie auf dem zweizeilig bedruckten, länglichen weißen Aufkleber auf der Garantiekarte und zusätzlich auch im Produkt selbst, an etwas verdeckter Stelle auf einem weißen Wäschefähnchen.
  • Kaufbeleg/Garantienachweis
  • Foto des Defekts
  • Ihre Adresse inkl. Rufnr.

Meine Meinung: Niemand hat meine E-Mail dort richtig gelesen, geschweige denn verstanden, worum es geht. Und die Schreibfehler und Abkürzungen finde ich peinlich. Ich hoffe, dass die Produkte dort sorgfältiger hergestellt als E-Mails gelesen und geschrieben werden.  

Unterschätzen Unternehmen die Kraft der Worte?

Unternehmen machen sich über alles Mögliche Gedanken; vermeintlich auch um die gute Kommunikation mit dem Kunden. Dem eigentlichen Wort, dem Hauptbestandteil der schriftlichen Kommunikation, wird dabei erstaunlicherweise wenig Bedeutung beigemessen. Man überlässt das Texten von Standardbriefen, die das Image des Unternehmens prägen, offensichtlich Laien. Werbetexte erstellt für sehr viel Geld eine Agentur. Das Leben ist merkwürdig. Dabei sind jeder Brief und jede E-Mail auch Werbung.

Mit diesem einfachen Tipp formulieren Sie kundennah

In meinen Korrespondenzseminaren habe ich von meinen Teilnehmern gelernt, dass die meisten Menschen Sätze gern mit „Gern“ beginnen. Ich hingegen habe einmal gelernt, dass Sätze mit einem Subjekt beginnen: Subjekt, Prädikat, Objekt - diese Reihenfolge gilt für den korrekten Satzaufbau.

Woran liegt es, dass Menschen mit „Gern“ einen Satz starten? „Man“ hat irgendwann einmal gehört, dass man einen Satz nicht mit „Ich“ beginnen darf. Das ist die Fehlinterpretation von „Der Esel nennt sich immer zuerst“. Also beginnt man mit „Gern“ und fabriziert somit distanzierte, künstlich wirkende Kommunikation. 

Sätze, die mit „Gern“ starten Empfängerorientierte Alternative 
Gerne hätten wir Ihre Reklamation so schnell wie möglich bearbeitet, jedoch fehlen uns hierzu noch die folgenden Informationen:

Bitte schicken Sie uns noch diese Informationen, damit wir Ihre Reklamation so schnell wie möglich bearbeiten können:  

Gern nehme ich Ihre Einladung an. 

Ich bin sehr gern am 25. Juli bei Ihrer Eröffnung dabei. Danke schön für Ihre Einladung.  

Gern übersenden wir Ihnen unser Angebot. 

Danke schön, dass Sie uns die Möglichkeit geben, Ihnen ein Angebot über xy zu erstellen.  

Gern übersende ich Ihnen Ihre Auftragsbestätigung. Sie erhalten mit dieser E-Mail die Auftragsbestätigung für …

Es gibt ein paar Regeln für „Moderne Korrespondenz“

Auf „Gern“ zu Beginn eines Satzes zu verzichten, ist eine einfache Regel, die Sie sich merken können. Schwierig ist es dann manchmal, die Idee für eine alternative Formulierung zu finden; besonders dann, wenn Sie nur etwas „beifügen“ oder „anhängen“.

Sie möchten die Regeln für gelungene E-Mails und Briefe kennenlernen? Sie möchten beeindruckende Texte formulieren? Das können Sie lernen. Verbringen Sie einen Tag mit mir in meinem Korrespondenzseminar und lassen Sie sich inspirieren, damit Ihr Unternehmen sich für seine E-Mails nicht schämen muss. 

Das sind die nächsten Termine:

  • Düsseldorf: 8. September 2020 
  • Frankfurt: 10. November 2020

Alle Details zu diesem Webinar lesen Sie hier: https://www.claudia-marbach.de/seminarubersicht/moderne-korrespondenz.html

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Es ist Wochen, Monate oder gar Jahre her, dass Sie jemanden gesehen haben und zu ihrem oder seinem Geburtstag melden Sie sich aus der Versenkung zurück? Kein Problem. Der Angeschriebene ist bestimmt überrascht und freut sich, dass der „verschollene“ Kontakt sich wieder meldet.

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