„In der Anlage übersenden wir Ihnen“ – Standardformulierungen sind nicht gut genug

Sie möchten ein Protokoll verschicken? Ein Angebot? Einen Prospekt? Und immer fällt Ihnen spontan der gleiche Satz ein? „In der Anlage übersenden wir“, oder „beigefügt erhalten Sie“. So geht es vielen. Deshalb fangen die meisten E-Mails auch so an.

Sie wünschen sich Alternativen? Rettung naht. Denn mit diesem Beitrag erhalten Sie viele schwungvolle Ideen für die meisten Anlagen, die Sie verschicken. Von A wie Angebot bis V wie Vertrag.

Ist das denn die Mühe wert?

Es ist doch nur eine kurze E-Mail, die darauf hinweist, dass der Geschäftspartner etwas erhält. Müssen Sie da wirklich Ihre Kreativität bemühen? Von „müssen“ kann keine Rede sein. Aber es ist sinnvoll, zu jeder Anlage passend und ohne die üblichen Floskeln zu formulieren. So fühlt der Empfänger Ihrer E-Mail sich besser bei Ihnen aufgehoben als mit dem üblichen „In der Anlage …“.

Bedenken Sie, dass Sie Ihr Unternehmen mit jeder E-Mail repräsentieren. Sie entscheiden darüber, wie Ihr Unternehmen wahrgenommen wird.

Ein typisches Begleitschreiben

E-Mails, wie die folgende, erhalte ich oft. Herzlos, desinteressiert bis hingesaut.


Mustertexte für gelungene Einladungen

Würden Sie, wenn Sie zu einer Party gingen, sich selbst fragen „Ob wohl für mein leibliches Wohl gesorgt sein wird?“ Lassen Sie mich für Sie antworten. Nein, das würden Sie nicht. Sie würden auch niemand anderen fragen, ob er wisse, ob für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt sei. Sie würden fragen „Gibt es an dem Abend etwas zu essen?“.

Damit sind wir bei einer prinzipiellen Herausforderung moderner Korrespondenz. Viele Menschen schreiben nicht so, wie sie sprechen. Das scheint sogar verpönt zu sein. Lieber kompliziert, umständlich und antiquiert formulieren, statt einfach, klar, verständlich und in diese Zeit passend, also modern.

„Haben die Herrschaften schon gewählt?“, wurden mein Mann und ich neulich in einem Restaurant gefragt. Ich war kurz davor, mich umzudrehen, ob ich die Ankunft von Personen herrschaftlicher Herkunft verpasst hatte. „Wissen Sie schon, was Sie essen möchten?“ oder „Haben Sie sich schon für etwas zu essen entschieden?“ wären mir ausreichend höflich formuliert gewesen.

Und „essen“ ist auch ein Wort, das Sie in Ihren Einladungstexten verwenden dürfen und sollten.

9 Musterformulierungen für Ihre Einladungstexte, wenn Sie zu Ihrer Veranstaltung etwas zu essen anbieten 


Ich sprach neulich mit einer Chefin, die größtenteils noch analog organisiert war und an ihrem Papier hing. „Was hätten Sie gemacht, wenn Sie im Homeoffice hätten arbeiten müssen“, fragte ich sie. „Ich hätte geweint“, war ihre Antwort. Ich musste sehr lachen.

Im Homeoffice ist analoge Organisation ein Problem

Wenn ich im Seminar frage, wo und wie meine Teilnehmerinnen ihre To-dos festhalten, antworten acht von zehn Personen mit „In meinem Notizbuch“. Das ist ganz klar analoge Organisation und ich weiß, dass es Trainer gibt, die das empfehlen. Ich nicht!

Wäre ich Ernährungsberaterin würde ich Ihnen auch nicht empfehlen, abends Butterbrote zu essen. Das hat man früher gemacht und war ganz normal, Hauptsache viel Wurst und Käse drauf. Es ist aber nicht mehr früher. Es ist jetzt.

Und jetzt bietet Ihnen die Digitalisierung Möglichkeiten, von denen Sie nicht zu träumen gewagt haben. Nur müssen Sie dazu bereit sein, auf Ihr geliebtes „Butterbrot“ zu verzichten. Doch die eigenen Rituale, die eigene Komfortzone zu verlassen, ist nicht einfach. 

Was seit Jahren funktioniert muss nicht schlecht sein, kann aber …

In einem Training, vor zwei Wochen, erklärte mir eine Geschäftsführungssekretärin, wie sie ihre To-dos organisiert. „Ja, das kenne ich“, antwortete ich ihr, „das habe ich vor 20 Jahren genau so gemacht.


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