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Meine Meinung: Das läuft unter „gut gemeint ist nicht gut gemacht“. Wieso formuliert jemand so umständlich? Erfahrungsgemäß – das zeigen meine Korrespondenztrainings – passiert so etwas, wenn man besonders höflich schreiben möchte. Resultat: Schwere Kost. 


„Ich lege ihr einen Zettel hin“, sagt die Assistentin am Telefon. Am liebsten würde ich jetzt laut rufen, „Nein, bitte nicht.“

Wenn ich „Zettel“ höre, bekomme ich ein ungutes Gefühl. Ich denke an abgerissene Fetzen von DIN-A-4-Blättern oder an Schmierpapier, das dann auf irgendeinem Schreibtisch rumfliegt. „Zettel schreiben“ gehört für mich nicht zu „Modernes Officemanagement“.

Vor 25 Jahren, als ich selbst noch als Assistentin gearbeitet habe, schrieb ich auch Zettel. Aber da war das so. Es gab keine E-Mails und kein OneNote. Heute gibt es keinen Grund mehr, sich so zu organisieren wie vor 25 Jahren. 


„Frau Marbach, ich habe Ihnen da letzte Woche was für die Wiedervorlage gegeben. Das brauche ich jetzt.“

Solche Sätze haben früher bei mir zu Schweißausbrüchen geführt. „Was weiß ich denn, was du mir gegeben hast und wo ich es hingelegt habe“, ging es mir dann durch den Kopf. Mehrmaliges Durchsuchen der Wiedervorlage, unterbrochen vom Rufen meines Chefs „Ich warte“, ließ meinen Stressspiegel häufiger steigen. 


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Aktueller Blogeintrag

Moderne Korrespondenz: Schwere Kost leichtgemacht

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