![]()
Als ich den Begriff zum ersten Mal hörte, konnte ich gar nichts damit anfangen. Heute ist mir klar, dass es darum geht, die eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken, um die täglichen kleinen und großen Herausforderungen gut zu meistern. Ohne Schaden zu nehmen. Ohne in der kleinen und großen Krise unterzugehen. Resilienz ist das Immunsystem der Seele, las ich neulich. Das gefiel mir.
Die „Wissenschaft“ nennt verschiedene Grundsteine für seelische Widerstandsfähigkeit – ich möchte eine ganz einfache Achtsamkeits-Maßnahme mit Ihnen teilen: Achten Sie darauf wie Sie sprechen, welche Wörter Sie verwenden.
Meine Kollegin Susanne und ich haben festgestellt, dass wir oft Dinge sagen wie
So beantwortet Bild die Frage:
"Jein. Stört es Sie nicht, vom Chef mit einem Spitz- oder Kosenamen angesprochen zu werden, kann er das generell machen. Finden Sie es allerdings gar nicht witzig, ständig das „Schätzchen“ oder die „Püppi“ in der Firma zu sein, sollten Sie das Ihrem Chef sagen. Sie haben ein Anrecht darauf, mit Ihrem richtigen Namen angesprochen zu werden.
Es gehört zur Fürsorgepflicht eines Vorgesetzten, seine Angestellten mit Respekt zu behandeln. Macht er das nicht und nennt Sie weiterhin „Baby“ oder „Kleines“, verletzt er Ihr Persönlichkeitsrecht als Arbeitnehmer. Er verstößt damit gegen seine arbeitsrechtlichen Pflichten.
Wenden Sie sich an die Personalabteilung, Gleichstellungs- oder Mobbing-Beauftragte oder an den Betriebsrat!"
Meine Meinung:
So titelt die Bildzeitung und bezieht sich auf eine Untersuchung der Unternehmensberatung Mc Kinsey. Die nämlich sagt, dass Sekretärinnen in Zukunft andere Qualifikationen als bisher mitbringen müssen. Die Standardaufgaben würden Computer von fast ganz alleine verrichten.
Ich schaue einem Geschäftsführer dabei zu, wie er die Teilnehmenden zu einem Workshop begrüßt. Er hat ein nettes, flottes, sympathisches Auftreten. „Ein guter Typ“, denke ich.
Dann legt er los. Erst sitzt er zur Begrüßung, weil noch ein Platz in der Runde frei ist. Als die Teilnehmerin doch noch auftaucht, muss er aufstehen.
Jetzt schaue ich ihm beim „Stehen in 5 Schritten“ zu.
habe ich die letzten zwei Wochen an jeder Ecke gehört. Jetzt ebbt es so langsam ab. Das ist gut.
Denn innerlich habe ich immer ergänzt „Jahr“ oder habe mich gefragt „was“? Ganz ehrlich: „Ich wünsche Ihnen ein frohes neues Jahr“ – das fände ich netter, irgendwie kompletter. So viel Zeit muss sein. Die beiden Wörter sind mir für einen Wunsch zu wenig. Ja, ich bin pingelig.
„Dito“ hätte ich am liebsten auf „Frohes Neues“ geantwortet“ – aber das fand ich unhöflich. „Danke, das wünsche ich Ihnen auch“, habe ich mir rausgequetscht. Zu viele Wörter.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie mein Chef mich früher mit ein paar wenigen Worten in Schwung gebracht und meine Körpertemperatur hochgetrieben hat. „Frau Marbach, ich habe Ihnen letztens was zum Projekt Singapur gegeben. Ich meine für die Wiedervorlage.“ Und schon brach mir der Schweiß aus. Mein Wiedervorlageordner war gut gefüllt – das fette Ding war höllenschwer. Voll gepackt mit irgendwelchen Unterlagen. Da musste ich mit der Suche starten.
Nach dem ersten, erfolglosen Durchblättern, rief er wieder „Frau Marbach, was ist mit der Unterlage?“ „Was denkt der, dass ich hexen kann?“, fragte ich mich, sichtlich gestresst. Beim zweiten Durchblättern hatte ich das Blatt gefunden, das er suchte. Puh. Die Nerven lagen trotzdem blank. Stress pur für mich.
Mit modernen Office-Tools, die uns heute zur Verfügung stehen, wäre mir das nicht passiert. Mit dem Wissen von heute, hätte ich die Unterlage mit einem Griff in der Hand gehabt und hätte sie meinem Chef mit einem überlegenen Lächeln binnen Sekunden auf den Tisch gelegt.
Auflösung für Wissbegierige des Blogs vom 11. Dezember 2017 - Falsch scheint das neue Richtig zu sein
Haben Sie alle Fehler gefunden?
Seite 50 von 57
Sie wünschen weitere Informationen oder möchten sich persönlich beraten lassen? Schicken Sie eine E-Mail an mail[at]claudia-marbach.de
Telefon: 0211 93897812
Mobil: 0170 9095849
Claudia Marbach-Trainings: FAQs
Fordern Sie hier den Claudia Marbach-Newsletter per E-Mail an und erhalten Sie Expertentipps aus erster Hand.
Webinar: Gewaltfreie Kommunikation für Assistenzen
1. September 2026 von 9 bis 11 Uhr
Seminar: Digitales Officemanagement mit KI und Microsoft 365
Berlin: 10. bis 11. September 2026
Webinar: Chefentlastung kompakt
14. September 2026
Seminar: Digitaler Turbo für die Assistenz: KI und Organisation im Office
Düsseldorf: 17. September 2026
Webinar: Kommunikation auf den Punkt gebracht
18. September 2026 von 9 bis 11 Uhr
21. September 2026 von 9 bis 11 Uhr
Der Kalender platzt aus allen Nähten, Meetings reihen sich aneinander und wichtige Entscheidungen müssen unter Zeitdruck getroffen werden. Genau hier wird deutlich, welchen Wert eine professionelle Assistenz für Führungskräfte hat.
Die wirksamste Chefentlastung entsteht nicht durch die Übernahme einzelner Verwaltungsaufgaben, sondern durch vorausschauendes Handeln.