Auflösung für Wissbegierige des Blogs vom 11. Dezember 2017 - Falsch scheint das neue Richtig zu sein

Haben Sie alle Fehler gefunden? 

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Frohes Neues! 

Seien Sie vorbereitet, wenn Sie am 2. Januar Geschäftspartnern ein frohes neues Jahr wünschen. Besonders dann, wenn Sie es schreiben.

Damit Sie in Ihren E-Mails und Briefen alles richtig machen, hier das Wichtigste auf einen Blick.

Grammatikwissen für Sie

Als wäre die neue deutsche Rechtschreibung nicht schon kompliziert genug, wurde im Sommer 2017 noch etwas geändert:

Bis dahin hieß es ausschließlich: Frohes neues Jahr. Ganz klar: „neues“ musste kleingeschrieben werden. Ein Adjektiv eben.

Doch der Rat für die deutsche Rechtschreibung erlaubt jetzt auch die Schreibweise „Frohes Neues Jahr“. Er ist wohl vor der allgemeinen Handhabung eingeknickt. Wenn alle es so machen, dann können wir nicht länger dagegen sein. Schätze ich.

Meine Meinung: „Neues“ ist ein Adjektiv und das sollte es auch bleiben. Ich schreibe „neues“ weiterhin klein. Und das darf ich auch noch. 

Achtung, Falle!

Der Apostroph wird in letzter Zeit missbraucht. Er muss für alle möglichen Gelegenheiten herhalten. Auch bei „Ich hoffe, Sie sind gut in´s neue Jahr gekommen“. Dabei hat er hier nichts zu suchen. Er kann immer nur einen Buchstaben ersetzen und nicht zwei. Deshalb muss es „ins“ heißen.

Ich wünsche Ihnen ein sehr schönes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr aus
D´dorf.


Ihre Claudia Marbach

PS: Bei längeren Auslassungen im Wortinneren kann der Apostroph auch mehrere Buchstaben ersetzen. Schön, dass es Ausnahmen gibt.  

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 „Tägig“ und „täglich“ – leicht zu verwechseln 

Die Auflösung des letzten Grammatikquiz: B ist richtig, also „14-täglich“.

A, also „tätig“, kommt nicht infrage. Das ist schnell klar. Aber „tägig“ und „täglich“, werden nahezu täglich verwechselt. Also, wo liegt der Unterschied?

„Tägig“ beschreibt eine Dauer. Sie unternehmen eine vierzehntägige Reise nach Mallorca. Die dauert 14 Tage. Wenn Sie vierzehntäglich nach Mallorca reisen, fliegen Sie alle 14 Tage.

„Täglich“ beschreibt also den Rhythmus. Alle 14 Tage. Einen Newsletter erhalten Sie vermutlich 14-täglich. Erhielten Sie ihn 14-tägig, bekämen sie ihn 14 Tage in Folge.

Für alle, die nicht sofort auf die richtige Antwort gekommen sind, hier ein kleiner Trost. In meinen Korrespondenztrainings tippen 99,9 Prozent der Teilnehmenden darauf, dass „tägig“ die richtige Lösung ist.  

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Kleines Grammatikquiz, damit Sie flott wieder aus dem Weihnachtskoma rauskommen

Das habe ich für Sie im Internet gefunden: „Im weiteren Verlauf der Beratung sind Beratungstermine im 14-tätigen Rhythmus bis hin zu monatlichen Gesprächen denkbar.“

Was ist richtig?

  1. 14-tätigen
  2. 14-täglichen
  3. 14-tägigen

Viel Freude mit dieser kleinen, kniffligen Aufgabe! 

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„Mein Chef will alle E-Mails ausgedruckt haben,“ sagte letztens eine Teilnehmerin im Seminar „Cleveres Officemanagement“. Was denkt der arme Kerl, was seine Assistentin aus so einem Seminar mitbringt? Wie sie die E-Mails mit seinen Bemerkungen optimal ablegt? Wohl kaum.

E-Mails ausdrucken, meine Lieben, ist definitiv out. Aber war das jemals in?

Wie sieht es denn mit der Verwendung von Post-its aus, um sich darauf Notizen zu machen? Achtung: Vintage! Meine dringende Empfehlung: Lassen Sie die Finger davon.   

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Ja, ich nehme es genau, wenn es um Rechtschreibung und Grammatik geht. Und gleichzeitig finde ich auch, man kann sich mal vertun, also vertippen.

Nur, was mir täglich so begegnet, ist schon ein kräftiger Schluck aus der Pulle. Auf Facebook lese ich die Kommentare nicht mehr. Ich bin schon froh, wenn der Ursprungspost wenig Fehler hat.

Die sprachliche Beliebigkeit weitet sich jetzt auch auf Internetseiten aus, wie dieses schöne Beispiel zeigt. Ich finde 9 Fehler. Und Sie? 

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Wer hat schon Lust, sich zu streiten. Also, ganz ehrlich, ich nicht. Sich mit jemandem zu streiten ist wahrlich keine Freude. Ich möchte keinen Streit mit meinem Mann. Auch nicht mit meiner besten Freundin. Auch nicht mit meiner zweitbesten.

Ich hatte einmal vor vielen Jahren Streit mit einem Kollegen. Selbst das fand ich schlimm. Im Büro herrschte dicke Luft, so nennt man das wohl, wenn man einander mit einem langen Gesicht begegnet. Er hatte sich geärgert, dass ich mich beim Kopieren vorgedrängelt hatte, weil mein Chef und damit auch ich es sehr eilig hatten. „Albern“, habe ich damals gedacht. „Was stellt der sich wegen sowas so an“. Heute weiß ich, dass ich mich nicht richtig verhalten und unverschämt war. Ich hätte anders kommunizieren sollen. 

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