Neulich im Webinar – es geht um die Themen Nein sagen, Bedürfnisse und Wünsche kommunizieren, sich im richtigen Augenblick abgrenzen. „Sind Sie schon einmal in Situationen, in denen Sie gern Nein sagen würden und sich nicht trauen?“, frage ich in die Runde.

Eine Teilnehmerin meldet sich zu Wort: „Beim Friseur möchte ich gern entspannen und die Friseurin redet unentwegt. Das stresst mich. Ich traue mich aber nicht zu sagen, dass ich gern meine Ruhe haben möchte.“ Die anderen Teilnehmerinnen verstehen das teilweise und teilweise auch nicht. Die einen würden sich trauen etwas zu sagen, die anderen nicht.

Nein sagen ist ein sehr individuelles Thema; sehr persönlich. Nur weil Sie oder ich eine solche Situation nicht als sonderlich herausfordernd empfinden, kann das für jemand anderen zur Mutprobe werden.

Diplomatie ist wichtig

Eine andere Teilnehmerin meldet sich und sagt: „Ich hätte damit kein Problem. Ich würde sagen, dass ich den ganzen Tag zugelabert werde und ich meine Ruhe haben möchte.“

Meine Meinung: Das kann man so formulieren, ist aber verletzend. Ich würde versuchen, das diplomatischer auszudrücken.

Nein sagen bedeutet, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern

Wenn Sie sich abgrenzen, bedeutet das immer, dass Sie Ihr Bedürfnis kommunizieren oder Ihre Meinung äußern. Wenn Ihnen das nicht gelingt, werden Sie immer wieder in Situationen sein, in denen Sie nicht sein möchten; so wie die Teilnehmerin beim Friseur.

Wer sein Bedürfnis nicht kommuniziert, stellt das Bedürfnis seines Gegenübers über sein eigenes.

Ganz ehrlich: Das finde ich nicht so schlau. Wieso sollte einem das Wohlbefinden eines fremden Menschen wichtiger sein als das eigene? Was glauben Sie, passiert mit Ihnen, wenn Sie das regelmäßig tun?

„Kannst du mal eben …?“

Kollegen, die Sie damit ansprechen, vermitteln Ihnen das Gefühl, dass es keine große Sache sei, mit der sie auf Sie zukommen. Doch wenn Sie dies schön öfter gefragt wurden, wissen Sie, dass dies keine Kleinigkeit bedeuten muss. Und am liebsten würden Sie sagen, „Nein, kann ich nicht und mache ich nicht.“ Doch dazu fehlt manchmal der Mut; Sie möchten schließlich Ansprechpartnerin und hilfsbereit sein.

Und wieder stellen Sie das Bedürfnis Ihres Kollegen oder Ihrer Kollegin über Ihr eigenes. Was vermeintlich erst einmal die einfachere Lösung erscheint, wird langfristig für Sie zur Belastungsprobe und das gute Miteinander, mit allen, mit denen Sie arbeiten beeinträchtigen. Lassen Sie das nicht zu!

 Claudia Marbach Training

 

 

 

Lernen Sie, Ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen und sich im richtigen Augenblick diplomatisch und klar abzugrenzen. Sie werden sehen: Damit wird die Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten besser und angenehmer – für alle.

Dieses vierstündige Webinar zeigt Ihnen, wie Sie diplomatisch Grenzen setzen. Alle Inhalte und Details lesen Sie auf meiner Webseite. Klicken Sie hier!

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