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Häufig schreiben mich Interessierte, Unternehmen an, ob ich etwas zu Rhetorik und Kommunikation im Angebot hätte. Ja, klar, habe ich das. Aber, was genau suchen diese Menschen?
Sucht jemand etwas zum Thema Rhetorik müsste es wohl mehr um die Art und Weise gehen, wie man einen Vortrag hält. Doch das meinen die meisten Anfragenden nicht. Es geht in der Regel darum, wie man rhetorisch geschickt formuliert, um bestimmte Ziele zu erreichen und sein Gegenüber – nicht einen ganzen Saal – zu begeistern.
Einem Politiker zur gewonnenen Wahl zu gratulieren, das macht man nicht alle Tage. So ein Brief gehört naturgemäß zu den eher schwierigen, herausfordernden Briefen. Und diese werden manchmal nicht geschrieben, weil sie so herausfordernd sind. Lassen Sie die Chance nicht verstreichen und gratulieren Sie „Ihrem“ Landtagsabgeordneten zur gewonnen Wahl oder auch der neu gewählten Ministerpräsidentin Anke Rehlinger.
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer meiner Trainings fühlen sich von den digitalen Möglichkeiten, die es heutzutage gibt, überfordert. „Es gibt so viele verschiedene Tools, ich weiß nicht mehr, was ich für was nutzen soll“, höre ich oft.
„Früher“ was alles ganz einfach. Ein gelungenes Zeitmanagement konnte man mit einem kühlen Kopf, seinem Notizbuch oder Block hinbekommen. Post-its taten es zur Not auch. Doch seitdem die Informationen und Unterlagen nicht mehr analog, sondern digital auf den Schreibtischen landen, sieht die Welt anders aus.
„Ich hätte gern Alternativen für „Beigefügt übersenden wir“ und „In der Anlage senden wir“, sagen mir Teilnehmerinnen und Teilnehmer in meinen Korrespondenz-Online-Trainings. Und fast jedes Mal stellt sich heraus, dass jeder so seine „Lieblingsfloskeln“ hat.
Diejenigen, die schon Alternativen verwenden für „anliegend, beigefügt und beiliegend“ schaffen es bis zu „Vielen Dank für das nette Telefonat“ oder „Ich hoffe, es geht Ihnen gut“. Und, ganz ehrlich: Das ist jetzt auch nicht sonderlich originell, oder?
„Das macht mich wahnsinnig“, habe ich früher sehr oft gedacht und jetzt denke ich das noch ab und an. Ich lasse mir, glücklicherweise, von anderen Menschen und Situationen nicht mehr so oft die Nerven rauben wie früher einmal. Ganz im Griff habe ich meine Energieräuber noch nicht, es gibt immer wieder Situationen, in denen schaffe ich es nicht, ihnen zu widerstehen.
Assistenzen oder auch Chefinnen und Chefs, die ihr Officemanagement und ihre Arbeit clever gestalten möchten, starten in der Regel mit einer Beichte ins Webinar. Auf meine Frage „Wer schreibt seine To-dos in ein Notizbuch oder auf Zettel oder Post-its?", reagiert erstmal kaum jemand. Ich warte dann ein wenig und dann heben fast alle die Hand. Ich schmunzele dann. Und es ist mir natürlich klar, dass Menschen, die potenziell analog arbeiten, ihr Officemanagement digital optimieren möchten.
Was ist das, was Menschen in digitalen Zeiten dazu bringt, sich Notizen in einem Notizbuch zu machen und dieses hin- und herzuschleppen, vom Homeoffice ins Büro und zurück?
Wirkungsvoll seinem Chef oder seiner Chefin zu assistieren, das ist gar nicht so einfach. Finde ich. Immerhin arbeiten da zwei Menschen, die im Zweifelsfall unterschiedliche Charaktere haben, sehr eng miteinander. Und das soll dann nicht nur einigermaßen gutgehen, sondern bestenfalls mit maximalem Erfolg geschehen.
„Hauptsache, es läuft.“
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