Erst neulich sprach ich mit meinen Teilnehmerinnen darüber, wie digital sie schon organisiert sind. Ich bekomme das schnell heraus, indem ich nach den Retrotechniken frage, die sie noch benutzen. Wer notiert To-dos auf einem Block? Die meisten Hände schnellen in die Höhe. Wer schafft es, fast nichts mehr auszudrucken? Die meisten Hände bleiben unten. 

Realität ist heute in vielen Büros noch, dass viele E-Mails ausgedruckt und Prioritäten handschriftlich notiert werden. Das kann man machen, geht aber wesentlich einfacher, wenn man bereit ist, sich der digitalen Welt zu stellen. 

Die Welt von heute ist im Überholmodus. Was gestern noch aktuell war, ist heute schon kalter Kaffee. Ich selbst entdecke immer wieder neue Tools und bin begeistert, wie man sich heutzutage digital organisieren kann.

Arbeiten Sie noch wie ich früher?


Das schwierige an der Chefentlastung ist nicht, moderne Methoden für eine funktionierende und wirksame Chefentlastung anzuwenden. Das schwierige ist in der Regel das Zwischenmenschliche, die Kommunikation zwischen der Assistentin und der Chefin oder dem Chef. 

Ein Beispiel

Karin berichtet im Seminar darüber, dass ihre Chefin ihr die Chefentlastung erschweren würde. Sie sei bereit, sich voll und ganz auf die Prioritäten der Chefin einzulassen und ihre eigenen Prioritäten hintenanzustellen. Das hört sich erstmal gut an, wenn die Chefin bestimmen darf, was dringend und wichtig ist. Also zumindest was die Chefentlastung angeht.

Immer, wenn Karin ihre Chefin fragt, was sie als nächstes machen soll, reagiert die Chefin mürrisch. Dabei müsste sie ihr nur einfach sagen, was sie will und Karin würde sich nach ihr richten.

Meine Meinung


In der Netflix-Serie „Killing Eve“ wird die Auftragskillerin von einem männlichen Kollegen immer mal wieder Schätzchen genannt. Jetzt bringt die Gute fast täglich Menschen um und ist immer noch ein Schätzchen. Das gibt mir zu denken. 

Gibt es vergleichbare „Kosenamen“ für Männer, mit denen man sie herabsetzt? Ich denke gerade an „Hase“; aber das würde ja keine Frau zu einem Mann im Job sagen. Also ich nicht. Wohingegen „Schätzchen“ oder wenn man über eine Frau redet „die Maus“ schon weitverbreitet sind. Ich höre Bekannte so über Frauen reden. Ein interessantes Phänomen im Jahr 2020. Geglückte Emanzipation und gelebter Feminismus sehen anders aus.

Eine gute Position schützt Sie nicht 

Ich sprach letztens mit einer guten Freundin, die in einer großen Kanzlei als Anwältin arbeitet. Geht sie zum Mandanten mit ihrem Assistenten, wird der Assistent als erster begrüßt, in der Annahme, er sei der Chef. Ist das chauvinistisch oder sexistisch? Auf jeden Fall findet meine Freundin es etwas verstörend. 


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Aktueller Blogeintrag

Können Sie Ihre Chefin oder Ihren Chef auch aus dem Homeoffice wirkungsvoll unterstützen?

Die Antwort muss lauten „ja, klar“. Denn anders kann die Chefentlastung gerade für viele nicht funktionieren. Denn immer noch arbeiten die meisten im Homeoffice. Waren Vorgesetzte „früher“ viel geschäftlich unterwegs, sind sie jetzt in Online-Meetings oder haben selbst so viel zu tun, dass ihnen die Zeit fehlt, sich mit Ihnen abzustimmen. Die Annahme, dass es im Homeoffice entspannter zugehen könnte als im Büro, hat sich für viele als Irrtum herausgestellt. 

Das Homeoffice fordert Sie in Sachen Chefentlastung doppelt heraus 

Effektiv miteinander arbeiten und die Zusammenarbeit reibungslos gestalten – ein Träumchen! Und es funktioniert. Nur: Im Homeoffice ist es manchmal etwas schwieriger zu bewerkstelligen, den Überblick über die laufenden Vorgänge zu behalten. 

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